• Holzplatten-Dienstleistungen 1
  • Guter Rat muss nicht teuer sein.

Untergrundvorbereitung für die vollflächige Parkettverklebung

Trockenbau-Estrichelemente

Neue Trockenbau-Estrichelemente, z.B. Span-, Holzfaser- oder Gipsfaserplatten, erfordern in der Regel keine Vorarbeiten und können nach dem Staubsaugen direkt belegt werden, d.h. der Klebstoff kann für Parkettarbeiten ohne Schleifen und Grundieren direkt auf die Platten aufgetragen werden. Ausnahmen bilden Herstellervorgaben (für Platten oder Kleber) und/oder stark verschmutzte sowie geschliffene Plattenoberflächen. Herstellervorgaben können auch Einschränkungen betreffend möglicher Endbeläge auf gewisse Plattentypen vorsehen, was immer zu beachten ist.

Mörtel-Estriche

Neue Estriche erfordern immer eine Feinreinigung, welche auch mittels eines Reinigungsschliffes erfolgen kann. Die Feinreinigung oder der Reinigungsschliff dient dem Abtragen von geringen Verschmutzungen wie z.B. Gipsrückständen sowie der Entfernung von Brauen in den Estrichrandzonen und Ecken. Die Feinreinigung/der Reinigungsschliff stellt eine inbegriffene Leistung dar und ist im Einheitspreis von Parkettarbeiten einzurechnen, resp. ist bereits eingerechnet. Ein zusätzliches Schleifen mit Spezialschleifmittel, nötig als Folge von starker und übermässiger Verschmutzung oder von Schlämmschichten, ist dem Parkettverleger separat zu vergüten, erfordert aber vorgängig eine ordentliche Absprache und Kostenregelung mit der Bauleitung/dem Auftraggeber.

Zementestriche und Zement-Fliessestriche können nach der Feinreinigung mit oder ohne Voranstrich und mit jeder Art von Kleber direkt weiterbearbeitet werden. Voranstrich und Kleber müssen kompatibel sein und erfordern einen Systemaufbau.
Kalziumsulfat-Mörtel (konventionell eingebaute Anhydrit-Mörtel) sind grundsätzlich gleich zu behandeln wie Zementestriche. Bei grossen Flächen und/oder sehr harten, kompakten oder glänzenden Oberflächen sind Probeverklebungen unumgänglich. Müssen nach der Prüfung/Probeverklebung die Oberflächen zusätzlich mit einem Spezialschleifmittel bearbeitet werden, sind diese Zusatzaufwendungen dem Parkettverleger zu vergüten und haben nichts mit einer Feinreinigung oder einem Reinigungsschliff gemeinsam.

Kalziumsulfat-Fliessmörtel (selbstnivellierende Anhydrit-Fliessestriche) erfordern zusätzlich und generell ein Abschleifen der Sinterschicht auf der Oberfläche (nicht inbegriffene Leistung). Ausnahmen, d.h. Fliessestriche, welche kein Schleifen erfordern, müssen vom Systemanbieter deklariert und freigegeben werden. Anschliessend können die Oberflächen direkt mit einem PUR-Kleber bearbeitet werden. Liegt der Wunsch zum Einsatz von Dispersionen vor, muss zwingend ein Voranstrich unter einem Dispersionskleber aufgetragen werden und es empfiehlt sich wiederum, vorgängig Klebeproben zu erstellen.

Neue Gussasphalt-Estriche im Innenbereich, ordentlich mit Quarzsand abgesandet, werden ebenso mit einem Reinigungsschliff oder durch Bürsten vorbereitet. Dabei lösen sich schwach haftende Sandkörner und werden automatisch mit dem anschliessenden Absaugen eliminiert. Die Verklebung erfolgt sodann direkt mit einem für die Applikation auf Gussasphalt geeigneten Parkettkleber.

Zusatzarbeiten:

Ein Voranstrich dient der Reststaubbindung in den Poren der Untergrundoberfläche und dadurch einer tiefen Verankerung und höheren mechanischen Verbindung von Klebstoff und Untergrund. Die meisten Voranstriche besitzen auf Grund ihrer Dünnflüssigkeit ein tiefes Eindringvermögen und werden je nach Bedarf gemäss Herstellervorgaben noch weiter verdünnt. Liegt danach eine möglichst natürliche Optik und Oberflächenerscheinung vor, sind die «Flickstellen» zu akzeptieren.

Eine Haftbrücke erfordert in der Regel eine Weiterbearbeitung mit Spachtelmasse und kann nicht mit Klebstoff direkt belegt werden. Für die Reststaubbindung kann somit kaum eine Haftbrücke eingesetzt werden. Zu beachten sind die Herstellervorgaben und Systemaufbauten.

Ausebnungen werden erforderlich bei stark unebenen und ausserhalb der Normvorgaben/-toleranzen liegenden Estrichoberflächen. Dazu sind Spachtelmassen anzuwenden. Spachtelmassen erfordern in der Regel zuvor das Auftragen einer Haftbrücke, eventuell eines Voranstriches. Die Systemaufbauten sind nach Herstellervorgaben einzusetzen.

Probeverklebungen erweisen sich bei grossen Flächen, unsicherer Oberflächenbeurteilung oder mangelhaft erscheinenden Untegründen oftmals als sinnvoll und können einen Systemaufbau absichern. Zusätzliche Informationen verlangen Sie am besten bei uns in der Parkettgalerie.

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