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  • Guter Rat muss nicht teuer sein.

Bodenbelag und Raumklima

Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff und die Holzausgleichsfeuchtigkeit richtet sich nach der Umgebungsluftfeuchte. Dies bedeutet, dass sich die Holzfeuchtigkeit dem jeweiligen Umgebungsklima (Raumtemperatur und vor allem Raumluftfeuchtigkeit) anpasst und feuchter oder trockener werden kann.

Für die Schweiz wird in den Normen SIA 180 «Wärme- und Feuchteschutz im Hochbau» und SIA 253/753 «Bodenbeläge aus Linoleum, Kunststoff, Gummi, Kork, Textilien und Holz» ein Normklima definiert: «Als übliches Raumklima im Gebrauch wird eine Raumtemperatur zwischen 15 °C und 30 °C und eine relative Luftfeuchte zwischen 30% und 70% angenommen».

In der Praxis heisst das: bei 30% rel. Raumluftfeuchte stellt sich im Holz eine Ausgleichsfeuchte von ca. 5 – 6% ein, bei 70% rel. Raumluftfeuchte eine Ausgleichsfeuchte von ca. 12 – 13%.
Jahreszeitlich bedingt kann sich das Holz also zwischen ca. 5 – 6% und ca. 12 – 13% Feuchtegehalt verändern. Verformungen im Parkett sind dabei möglich.

Was passiert im Winter?

Mit dem täglichen Lüften eines Wohnraumes wird kalte und in der Regel sehr trockene Aussenluft in das Gebäude eingelassen. Diese Luft wird auf die Raumtemperatur erwärmt und dabei sinkt der relative Wassergehalt, d.h. es resultiert eine tiefere relative Raumluftfeuchtigkeit. Das Holz passt sich dieser tieferen Raumluftfeuchte an und trocknet aus. Es können Verformungen des Parketts als Schüsselungen und Fugen zwischen den einzelnen Holzteilen entstehen. Im Sommer, bei wieder höheren Raumluftfeuchten, quillt das Naturprodukt Holz an, Fugen werden grösstenteils geschlossen und die Parkettelemente können sogar leichte Bombierungen aufweisen.

Wir empfehlen für die Trockenwetterphase und Heizperiode:

  • nur kurzes, intensives Lüften von Räumen.
  • mittels zusätzlichen Geräten die Räume auf 40 – 50% rel. Raumluftfeuchte zu befeuchten.

Durch die Einhaltung eines «gesunden» Raumklimas (20 – 22 °C bei ca. 40 – 50% rel. Raumluftfeuchtigkeit) kann den vorgenannten Erscheinungen entgegengewirkt werden.

Was passiert mit kontrollierten Lüftungssystemen (Zwangsbelüftungen)?

Zwangsbelüftungen produzieren ebenfalls sehr trockene oder meist sogar wesentlich zu trockene Raumluft, da die kalte und trockene Aussenluft ununterbrochen mit der Innenluft gemischt und in Umlauf gebracht wird. Durch das Erwärmen sinkt die rel. Raumluftfeuchtigkeit und das Holz passt sich auch hier dem trockenen Klima an. Mit unbefeuchteten Zwangsbelüftungen resultieren oft über lange Zeit Raumluftfeuchtigkeiten von weit unter 30% und das Holz stellt sich mit Ausgleichsfeuchten von elektrisch nicht mehr messbaren Werten unter 5% ein. Ohne Gegenmassnahme resultieren zu grosse Schwindmasse, zu starke Verformungen, Fugen und häufig auch Risse im Parkett.

Wir empfehlen beim Einsatz von Zwangsbelüftungen:

  • bereits in der Planung und Erstellung von Liegenschaften mit Zwangsbelüftung eine zusätzliche Befeuchtungsanlage vorsehen resp. einbauen.
  • die Luft für die Innenräume auf mind. 30% rel. Luftfeuchtegehalt zu befeuchten (ideal 40 – 50%).
  • Luftwechselzyklen auf ein «gesundes» Minimum zu reduzieren.
  • die Heizung im Neubau und während der Inbetriebnahme der Anlage langsam auf die gewünschten Raumtemperaturen hochfahren, d.h. ein Überheizen unbedingt zu vermeiden.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Merkblatt #03 «Parkett auf beheiztem Untergrund».

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